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Das Projekt

Der Konsum unserer Gegenwart räubert die begrenzten Rohstoffe und Vorräte, verschmutzt und gefährdet unsere Umwelt und beschleunigt den Klimawandel. Aus diesem Standpunkt heraus entwickelte sich ein kritischer Gedanke: Kann es nachhaltigen Konsum geben? The Simple Soap ist nicht die Antwort darauf, aber eine von verschiedenen. Ein Versuch, Lösungswege und Alternativen für ein nachhaltiges Wirtschaften aufzuzeigen.

▼ Lange Version

Warum eine Seife? Nun, für uns hat das Waschen etwas ursprüngliches, natürliches. Menschen haben sich schon immer und werden sich immer waschen. Auf der anderen Seite sind es jedoch genau solche Produkte, die mit synthetischen Zusätzen, Konservierungsstoffen oder Mikroplastik uns und unsere Umwelt belasten. Der Begriff Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde. Doch bei einem genaueren Blick merkt man schnell, dass vieles was sich nachhaltig nennt, nur bedingt nachhaltig ist. Unser Ziel ist es, jedes noch so kleine Detail zu berücksichtigen und auf den Prüfstand zu stellen. Letztlich wäre es utopisch zu behaupten, dass es ein zu 100% nachhaltiges Produkt geben kann. Doch wenn man sich die Arbeit macht, wirklich alle Faktoren zu berücksichtigen, dann schafft man es vielleicht zu 99,5% und das ist es wert. Denn wenn das der Standard unserer globalen Wirtschaft wäre, würden sich viele unserer derzeitigen Probleme in Luft auflösen.

▼ Kurze Version

SimpleSoap_4_1200px

Die Zutaten

Wenn es darum geht, ein Produkt nachhaltig zu gestalten, beginnt man selbstverständlich mit den Zutaten, aus denen dieses Produkt bestehen soll. Immer wieder geht es dabei leider zuerst um die Wirkung. Der ökologische Aspekt folgt, wenn überhaupt, erst danach. Wir wollten da nicht mitmachen. Wer ein wirklich nachhaltiges Produkt erzeugen möchte, muss dafür natürliche Alternativen finden.

▼ Lange Version

Wusstest du, dass die meisten konventionellen Handseifen, Shampoos, Wasch-, Spül – und Reinigungsmittel aus denselben Inhaltsstoffen bestehen? In der Regel aus einer Mischung von Wasser und synthetischen Tensiden. Das sind waschaktive Substanzen, die Schmutz oder Fett lösen. Hinzu kommen weitere Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass das Mittel angenehm duftet, eine ansprechende Farbe hat und die Konsistenz stimmt. Das meiste davon hat nichts mit deiner Haut zu tun. Üblicherweise enthalten diese Mittel Sodium Lauryl (Laureth) Sulfate (SLS), das in Verdacht steht, schädliche Nebenwirkungen zu haben. Hinzu kommen die üblichen Verdächtigen, PEGs, Parabene, Schaumverstärker, Mikroplastik usw. Selbst wenn man die Nebenwirkungen aufgrund unterschiedlicher, wissenschaftlicher Meinungen außer Acht lässt, handelt es sich um einen synthetische Stoffe, die zwar günstig hergestellt werden können, die Umwelt und unseren Körper jedoch belastet.
Unser Ziel war es, auf alles davon zu verzichten und eine Seife anzubieten, die mit dem auskommt, was es zum sauber machen braucht – ganzen sechs, natürlichen Zutaten, nach COSMOS Organic Standard zertifiziert.

▼ Kurze Version

SimpleSoap_3_1200pxB

Die Materialien

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, das unser Konsumverhalten nicht gut gehen kann. Gänzlich ohne Konsum wird es aber auch nicht funktionieren. Deshalb sind Alternativen gefragt. Möglichkeiten, Dinge länger zu benutzen oder Materialien in anderer Funktion wieder zu verwenden.

▼ Lange Version

8,3 Milliarden Tonnen. Man könnte auch sagen 1 Milliarde Elefanten, 80 Millionen Blauwale, 822 000 Eifeltürme oder 25000 Gebäude von der Masse des Empire State Buildings. Das ist die Menge an Plastik, die seit den 1950er Jahren weltweit hergestellt wurde.* Damals hatten Kunststoffe Ihren Durchbruch, heute kämpfen wir dafür, dass Sie untergehen, bevor wir es tun. Dabei helfen unserer Meinung nach nur grundsätzliche Veränderungen und keine Worthülsen. Unser Ziel war es Kunststoffe sofern möglich zu ersetzen oder ganz darauf zu verzichten. Dies ist uns fast vollständig gelungen. Die Flasche wird aus Braunglas hergestellt, das nicht nur den Inhalt vor Lichteinstrahlung schützt sondern eine sehr hohe Recyclingquote hat* und in den Wertkreislauf zurückgeführt werden kann.* Auch beim Versand verzichten wir auf jegliche Kunststoffverpackungen oder Füllmaterialien. Einzig unser Pumpskopf besteht aus Kunststoff, da es keinen qualitativ und regional hergestellten Ersatz gibt. Das sind unserer Meinung nach echte Alternativen, die gleichzeitig die Notwendigkeit aufzeigen etwas zu verändern.

▼ Kurze Version

SimpleSoap_Verpackungen_Querformat_1200pxH

Die Verpackung

Auch Verpackungen spielen bei unserem Projekt eine große Rolle. Pro Jahr fallen in Deutschland 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an*, davon knapp 1,5 Millionen Tonnen durch Pakete.* Unser Ziel muss also die Reduzierung von Verpackungsmüll sein. Doch auch das geht nicht ohne die eine oder andere unkonventionelle Lösung.

▼ Lange Version

Womit fängt man an? Nun, man lässt Verpackungen dort, wo sie nicht zwingend notwendig sind, einfach erstmal weg. So verzichten wir zum Beispiel auf eine Produktverpackung und das übliche Etikett, indem wir die Glasflasche direkt bedrucken – das hält ewig und spart schon eine Menge. Schwieriger wird es jedoch dort, wo eine Verpackung, z.B. in Form eines Versandkartons zwingend notwendig ist. Das vorrangige Ziel muss dann immer die Vermeidung von Müll sein. Wenn etwas garnicht erst in den Müllkreislauf eingeführt wird, kann es ihn auch nicht belasten. Deinen Karton kannst du z.B. kompostieren, da er aus Graspapier besteht. Er belastet also kein System. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn es gibt auch Dinge, die du als Konsument garnicht zu sehen bekommst. Wie z.B. kommen unsere Flaschen in den Einzelhandel? Normalerweise in günstigen Standard-Einwegkartons, die nicht auf die Größe der Produkte zugeschnitten sind und deshalb mit weiteren Füllmaterialien gepolstert werden müssen.* Einmal angekommen wird die Ware ausgepackt und der Karton entsorgt – Woche für Woche, Geschäft für Geschäft.
Gibt es eine Alternative? Oh ja, die gibt es: Unsere Kartons sind genau auf unser Produkt zugeschnitten. Das bedeutet, wir benötigen keine zusätzlichen Materialien – also weniger Müll. Zudem sind die Kartons so konzipiert, dass Sie mit sehr vielen Flaschen auf einmal bestückt werden können. So müssen wir nicht mehrere Pakete versenden – also weniger Müll. Zu guter Letzt versehen wir jeden Karton mit einem Rücksende-
schein. Mit diesem kann der Händler den Karton bei der nächsten Lieferung kostenfrei an uns zurückschicken. So können wir ein und denselben Karton bis zu fünf Mal wieder verwenden – verursachen also, genau – weniger Müll.

▼ Kurze Version

The simple soap

Der Onlinehandel

Nachhaltigkeit und Onlinehandel miteinander in Einklang zu bringen erscheint auf den ersten Blick unmöglich. In Deutschland werden jährlich über 3 Milliarden Pakete versendet. Fast 250 Millionen davon werden wieder zurück geschickt.** Diese Zahlen hinterlassen ein mulmiges Gefühl. Doch es gibt Hoffnung!

▼ Lange Version

Immer mehr Studien befassen sich mit der Frage, welches Einkaufsverhalten für die Zukunft die umweltfreundlichere Alternative ist. Das Problem: Es gibt darauf keine pauschale Antwort, denn unser ökologischer Fußabdruck wird durch zu viele, schwer erfassbare Faktoren beeinflusst. *
Unserer Meinung nach kommt es auf zwei Dinge an: Zuerst tragen wir als Produzent die Verantwortung dafür, dir die ökologisch besten Alternativen zu bieten. Als zweites musst Du, als Konsument, individuell beurteilen, welche davon am besten zu dir passen. Wenn wir beide Verantwortung übernehmen und uns die Mühe machen, Alternativen zu bieten und zu nutzen, können wir die Zukunft nachhaltiger gestalten.
Was bedeutet es nun, dir die besten, ökologischen Alternativen zu bieten?
Zuerst einmal bieten wir dir die Möglichkeit, unsere Seife online oder stationär im Biomarkt oder Unverpacktladen zu kaufen. Wenn du dort mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV hinkommst, ist die Sache klar: Kaufe dort! Gelingt dir das nicht, kann der Onlinekauf umweltfreundlicher sein. Dafür müssen wir beide jedoch wieder etwas tun. Unsere Aufgabe ist es, das Paket klimaneutral und möglichst Müllfrei zu dir zu schicken. Das gelingt uns durch eine CO2 Kompensation und unsere maßgeschneiderten Graskartons. Deine Aufgabe besteht darin, das Paket beim ersten Zustellversuch anzunehmen und nicht wieder zurückzuschicken, denn die meisten Emissionen bei der Auslieferung entstehen auf dem letzten Kilometer zu oder von deiner Haustüre.*

▼ Kurze Version

SimpleSoap_5_1200pxH

Die Wiederverwendung

Von Nachhaltigkeit kann nur die Rede sein, wenn Dinge so lange wie möglich genutzt werden. Ein Aspekt unseres Projektes hat uns besonders beschäftigt. Wie schafft man es, die Seife möglichst verpackungsfrei wieder aufzufüllen und somit dem Müllkreislauf zu entziehen? Auch hier sind wir der Meinung, den besten ökologischen Kompromiss gefunden zu haben.

▼ Lange Version

Vorneweg: Ja, ohne Kompromisse geht es nicht. Online müssen wir einen zum Beispiel einen machen. Wir verkaufen unseren 5L Kanister, mit dem du deine Flasche 10x auffüllen kannst. Das wird dann natürlich dementsprechend günstiger für dich. Der Nachteil ist jedoch, dass dieser Kanister produziert und versendet werden muss. Doch auch hier haben wir uns gefragt, welches Material dafür die beste, ökologische Alternative ist. Deshalb ist unser Kanister aus Weißblech. Im Gegensatz zu Plastik sieht dieser ganz schön aus und eignet sich viel mehr zum weiterverwenden, z.B. als Blumen- oder Kräutertopf (#thesimplesoap). Ihr könnt also kreativ werden um so den Müllkreislauf nicht direkt zu belasten. Jetzt muss man aber natürlich so ehrlich sein und zugeben, dass das nicht jeder tun wird. Deshalb stellt sich auch die Frage, welches Material letztlich das System am wenigsten belastet. Plastik hat da sehr schlechte Karten, da es zwar recycelt werden kann, aber leider zu selten wird.* Weißblech dagegen ist ein kleiner Wunderknabe mit einer Recyclingquote von über 90%*. Wow. Der Trick ist relativ simpel, denn es werden Magnete genutzt, um das Aluminium aus dem Müll zu trennen. So entsteht ein Kompromiss, mit dem wir die Welt besser machen. Noch besser wird sie aber natürlich, wenn wir garnicht erst Materialien produzieren müssen, damit die Seife zu dir kommt. Deshalb haben wir uns überlegt die Seife stationär zum Abfüllen anzubieten. Vielleicht hast du einen Biomarkt oder Unverpacktladen in deiner Nähe, in dem das schon möglich ist. Dort steht unser Abfüllbehälter und du kannst dir selber so viel nachfüllen, wie du möchtest. Ganz ohne Müll, denn auch hier bieten wir dem Händler die Möglichkeit, die Behälter in denen er unsere Seife erhält, kostenfrei an uns zurückzuschicken.

▼ Kurze Version

The simple soap

Ein Fazit

Überall ist davon die Rede, dass der Verbraucher die Macht und Entscheidung hat, eine Veränderung zu bewirken. Wieso soll er dafür alleine verantwortlich gemacht werden? Wieso soll er zwischen gut und schlecht produzierten Waren entscheiden müssen? Wieso dürfen Dinge überhaupt ethisch, moralisch und ökologisch schlecht produziert werden? Unserer Meinung nach kann der Verbraucher die Welt alleine nicht retten, es bedarf einer doppelten Anstrengung und eines Umdenkens der Industrie.

▼ Lange Version

Dieses gängige Credo verschafft allen schlecht produzierenden Unternehmen einen Freifahrtsschein. Da die Waren ja nachgefragt werden, gilt deren Produktion, egal wie schlecht sie ist, als gerechtfertigt, schliesslich ist der Kunde ja König. Unserer Meinung nach ist das schlichtweg falsch und feige. Wer das behauptet, versteckt sich hinter einem ignoranten Status quo. Unser Projekt hat zwei Ziele: Erstens wollen wir als Produzent unserer moralischen Verpflichtung nachkommen, das bestmögliche Produkt für dich und unsere Umwelt herzustellen. Dass das einfach ist, würden wir niemals behaupten. Es bedarf jeder Menge Anstrengung und Kompromisse, doch es ist notwendig! Zweitens wollen wir den Verbraucher aufklären. Wir hoffen dir auf dieser Seite verdeutlichen zu können, was es bedeutet, wirklich nachhaltig zu konsumieren. Wir hoffen dir zeigen zu können, dass es eben nicht nur die Aufgabe einer Seite sein kann, dieses Ziel zu erreichen, sondern beide, Produzent und Verbraucher in der Pflicht stehen, sich Gedanken zu machen und die Konsequenzen Ihres Handelns anzuerkennen.

▼ Kurze Version

Das Projekt

Der Konsum unserer Gegenwart räubert die begrenzten Rohstoffe und Vorräte, verschmutzt und gefährdet unsere Umwelt und beschleunigt den Klimawandel. Aus diesem Standpunkt heraus entwickelte sich ein kritischer Gedanke: Kann es nachhaltigen Konsum geben? The Simple Soap ist nicht die Antwort darauf, aber eine von verschiedenen. Ein Versuch, Lösungswege und Alternativen für ein nachhaltiges Wirtschaften aufzuzeigen.

▼ Lange Version

Warum eine Seife? Nun, für uns hat das Waschen etwas ursprüngliches, natürliches. Menschen haben sich schon immer und werden sich immer waschen. Auf der anderen Seite sind es jedoch genau solche Produkte, die mit synthetischen Zusätzen, Konservierungsstoffen oder Mikroplastik uns und unsere Umwelt belasten. Der Begriff Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde. Doch bei einem genaueren Blick merkt man schnell, dass vieles was sich nachhaltig nennt, nur bedingt nachhaltig ist. Unser Ziel ist es, jedes noch so kleine Detail zu berücksichtigen und auf den Prüfstand zu stellen. Letztlich wäre es utopisch zu behaupten, dass es ein zu 100% nachhaltiges Produkt geben kann. Doch wenn man sich die Arbeit macht, wirklich alle Faktoren zu berücksichtigen, dann schafft man es vielleicht zu 99,5% und das ist es wert. Denn wenn das der Standard unserer globalen Wirtschaft wäre, würden sich viele unserer derzeitigen Probleme in Luft auflösen.

▼ Kurze Version

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SimpleSoap_4_1200px

Die Zutaten

Wenn es darum geht, ein Produkt nachhaltig zu gestalten, beginnt man selbstverständlich mit den Zutaten, aus denen dieses Produkt bestehen soll. Immer wieder geht es dabei leider zuerst um die Wirkung. Der ökologische Aspekt folgt, wenn überhaupt, erst danach. Wir wollten da nicht mitmachen. Wer ein wirklich nachhaltiges Produkt erzeugen möchte, muss dafür natürliche Alternativen finden.

▼ Lange Version

Wusstest du, dass die meisten konventionellen Handseifen, Shampoos, Wasch-, Spül – und Reinigungsmittel aus denselben Inhaltsstoffen bestehen? In der Regel aus einer Mischung von Wasser und synthetischen Tensiden. Das sind waschaktive Substanzen, die Schmutz oder Fett lösen. Hinzu kommen weitere Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass das Mittel angenehm duftet, eine ansprechende Farbe hat und die Konsistenz stimmt. Das meiste davon hat nichts mit deiner Haut zu tun. Üblicherweise enthalten diese Mittel Sodium Lauryl (Laureth) Sulfate (SLS), das in Verdacht steht, schädliche Nebenwirkungen zu haben. Hinzu kommen die üblichen Verdächtigen, PEGs, Parabene, Schaumverstärker, Mikroplastik usw. Selbst wenn man die Nebenwirkungen aufgrund unterschiedlicher, wissenschaftlicher Meinungen außer Acht lässt, handelt es sich um einen synthetische Stoffe, die zwar günstig hergestellt werden können, die Umwelt und unseren Körper jedoch belastet.
Unser Ziel war es, auf alles davon zu verzichten und eine Seife anzubieten, die mit dem auskommt, was es zum sauber machen braucht – ganzen sechs, natürlichen Zutaten, nach COSMOS Organic Standard zertifiziert.

▼ Kurze Version

Die Materialien

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, das unser Konsumverhalten nicht gut gehen kann. Gänzlich ohne Konsum wird es aber auch nicht funktionieren. Deshalb sind Alternativen gefragt. Möglichkeiten, Dinge länger zu benutzen oder Materialien in anderer Funktion wieder zu verwenden.

▼ Lange Version

8,3 Milliarden Tonnen. Man könnte auch sagen 1 Milliarde Elefanten, 80 Millionen Blauwale, 822 000 Eifeltürme oder 25000 Gebäude von der Masse des Empire State Buildings. Das ist die Menge an Plastik, die seit den 1950er Jahren weltweit hergestellt wurde.* Damals hatten Kunststoffe Ihren Durchbruch, heute kämpfen wir dafür, dass Sie untergehen, bevor wir es tun. Dabei helfen unserer Meinung nach nur grundsätzliche Veränderungen und keine Worthülsen. Unser Ziel war es Kunststoffe sofern möglich zu ersetzen oder ganz darauf zu verzichten. Dies ist uns fast vollständig gelungen. Die Flasche wird aus Braunglas hergestellt, das nicht nur den Inhalt vor Lichteinstrahlung schützt sondern eine sehr hohe Recyclingquote hat* und in den Wertkreislauf zurückgeführt werden kann.* Auch beim Versand verzichten wir auf jegliche Kunststoffverpackungen oder Füllmaterialien. Einzig unser Pumpskopf besteht aus Kunststoff, da es keinen qualitativ und regional hergestellten Ersatz gibt. Das sind unserer Meinung nach echte Alternativen, die gleichzeitig die Notwendigkeit aufzeigen etwas zu verändern.

▼ Kurze Version

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Die Verpackung

Auch Verpackungen spielen bei unserem Projekt eine große Rolle. Pro Jahr fallen in Deutschland 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an*, davon knapp 1,5 Millionen Tonnen durch Pakete.* Unser Ziel muss also die Reduzierung von Verpackungsmüll sein. Doch auch das geht nicht ohne die eine oder andere unkonventionelle Lösung.

▼ Lange Version

Womit fängt man an? Nun, man lässt Verpackungen dort, wo sie nicht zwingend notwendig sind, einfach erstmal weg. So verzichten wir zum Beispiel auf eine Produktverpackung und das übliche Etikett, indem wir die Glasflasche direkt bedrucken – das hält ewig und spart schon eine Menge. Schwieriger wird es jedoch dort, wo eine Verpackung, z.B. in Form eines Versandkartons zwingend notwendig ist. Das vorrangige Ziel muss dann immer die Vermeidung von Müll sein. Wenn etwas garnicht erst in den Müllkreislauf eingeführt wird, kann es ihn auch nicht belasten. Deinen Karton kannst du z.B. kompostieren, da er aus Graspapier besteht. Er belastet also kein System. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn es gibt auch Dinge, die du als Konsument garnicht zu sehen bekommst. Wie z.B. kommen unsere Flaschen in den Einzelhandel? Normalerweise in günstigen Standard-Einwegkartons, die nicht auf die Größe der Produkte zugeschnitten sind und deshalb mit weiteren Füllmaterialien gepolstert werden müssen.* Einmal angekommen wird die Ware ausgepackt und der Karton entsorgt – Woche für Woche, Geschäft für Geschäft.
Gibt es eine Alternative? Oh ja, die gibt es: Unsere Kartons sind genau auf unser Produkt zugeschnitten. Das bedeutet, wir benötigen keine zusätzlichen Materialien – also weniger Müll. Zudem sind die Kartons so konzipiert, dass Sie mit sehr vielen Flaschen auf einmal bestückt werden können. So müssen wir nicht mehrere Pakete versenden – also weniger Müll. Zu guter Letzt versehen wir jeden Karton mit einem Rücksende-
schein. Mit diesem kann der Händler den Karton bei der nächsten Lieferung kostenfrei an uns zurückschicken. So können wir ein und denselben Karton bis zu fünf Mal wieder verwenden – verursachen also, genau – weniger Müll.

▼ Kurze Version

Der Onlinehandel

Nachhaltigkeit und Onlinehandel miteinander in Einklang zu bringen erscheint auf den ersten Blick unmöglich. In Deutschland werden jährlich über 3 Milliarden Pakete versendet. Fast 250 Millionen davon werden wieder zurück geschickt.** Diese Zahlen hinterlassen ein mulmiges Gefühl. Doch es gibt Hoffnung!

▼ Lange Version

Immer mehr Studien befassen sich mit der Frage, welches Einkaufsverhalten für die Zukunft die umweltfreundlichere Alternative ist. Das Problem: Es gibt darauf keine pauschale Antwort, denn unser ökologischer Fußabdruck wird durch zu viele, schwer erfassbare Faktoren beeinflusst. *
Unserer Meinung nach kommt es auf zwei Dinge an: Zuerst tragen wir als Produzent die Verantwortung dafür, dir die ökologisch besten Alternativen zu bieten. Als zweites musst Du, als Konsument, individuell beurteilen, welche davon am besten zu dir passen. Wenn wir beide Verantwortung übernehmen und uns die Mühe machen, Alternativen zu bieten und zu nutzen, können wir die Zukunft nachhaltiger gestalten.
Was bedeutet es nun, dir die besten, ökologischen Alternativen zu bieten?
Zuerst einmal bieten wir dir die Möglichkeit, unsere Seife online oder stationär im Biomarkt oder Unverpacktladen zu kaufen. Wenn du dort mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV hinkommst, ist die Sache klar: Kaufe dort! Gelingt dir das nicht, kann der Onlinekauf umweltfreundlicher sein. Dafür müssen wir beide jedoch wieder etwas tun. Unsere Aufgabe ist es, das Paket klimaneutral und möglichst Müllfrei zu dir zu schicken. Das gelingt uns durch eine CO2 Kompensation und unsere maßgeschneiderten Graskartons. Deine Aufgabe besteht darin, das Paket beim ersten Zustellversuch anzunehmen und nicht wieder zurückzuschicken, denn die meisten Emissionen bei der Auslieferung entstehen auf dem letzten Kilometer zu oder von deiner Haustüre.*

▼ Kurze Version

The simple soap
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Die Wiederverwendung

Von Nachhaltigkeit kann nur die Rede sein, wenn Dinge so lange wie möglich genutzt werden. Ein Aspekt unseres Projektes hat uns besonders beschäftigt. Wie schafft man es, die Seife möglichst verpackungsfrei wieder aufzufüllen und somit dem Müllkreislauf zu entziehen? Auch hier sind wir der Meinung, den besten ökologischen Kompromiss gefunden zu haben.

▼ Lange Version

Vorneweg: Ja, ohne Kompromisse geht es nicht. Online müssen wir einen zum Beispiel einen machen. Wir verkaufen unseren 5L Kanister, mit dem du deine Flasche 10x auffüllen kannst. Das wird dann natürlich dementsprechend günstiger für dich. Der Nachteil ist jedoch, dass dieser Kanister produziert und versendet werden muss. Doch auch hier haben wir uns gefragt, welches Material dafür die beste, ökologische Alternative ist. Deshalb ist unser Kanister aus Weißblech. Im Gegensatz zu Plastik sieht dieser ganz schön aus und eignet sich viel mehr zum weiterverwenden, z.B. als Blumen- oder Kräutertopf (#thesimplesoap). Ihr könnt also kreativ werden um so den Müllkreislauf nicht direkt zu belasten. Jetzt muss man aber natürlich so ehrlich sein und zugeben, dass das nicht jeder tun wird. Deshalb stellt sich auch die Frage, welches Material letztlich das System am wenigsten belastet. Plastik hat da sehr schlechte Karten, da es zwar recycelt werden kann, aber leider zu selten wird.* Weißblech dagegen ist ein kleiner Wunderknabe mit einer Recyclingquote von über 90%*. Wow. Der Trick ist relativ simpel, denn es werden Magnete genutzt, um das Aluminium aus dem Müll zu trennen. So entsteht ein Kompromiss, mit dem wir die Welt besser machen. Noch besser wird sie aber natürlich, wenn wir garnicht erst Materialien produzieren müssen, damit die Seife zu dir kommt. Deshalb haben wir uns überlegt die Seife stationär zum Abfüllen anzubieten. Vielleicht hast du einen Biomarkt oder Unverpacktladen in deiner Nähe, in dem das schon möglich ist. Dort steht unser Abfüllbehälter und du kannst dir selber so viel nachfüllen, wie du möchtest. Ganz ohne Müll, denn auch hier bieten wir dem Händler die Möglichkeit, die Behälter in denen er unsere Seife erhält, kostenfrei an uns zurückzuschicken.

▼ Kurze Version

Ein Fazit

Überall ist davon die Rede, dass der Verbraucher die Macht und Entscheidung hat, eine Veränderung zu bewirken. Wieso soll er dafür alleine verantwortlich gemacht werden? Wieso soll er zwischen gut und schlecht produzierten Waren entscheiden müssen? Wieso dürfen Dinge überhaupt ethisch, moralisch und ökologisch schlecht produziert werden? Unserer Meinung nach kann der Verbraucher die Welt alleine nicht retten, es bedarf einer doppelten Anstrengung und eines Umdenkens der Industrie.

▼ Lange Version

Dieses gängige Credo verschafft allen schlecht produzierenden Unternehmen einen Freifahrtsschein. Da die Waren ja nachgefragt werden, gilt deren Produktion, egal wie schlecht sie ist, als gerechtfertigt, schliesslich ist der Kunde ja König. Unserer Meinung nach ist das schlichtweg falsch und feige. Wer das behauptet, versteckt sich hinter einem ignoranten Status quo. Unser Projekt hat zwei Ziele: Erstens wollen wir als Produzent unserer moralischen Verpflichtung nachkommen, das bestmögliche Produkt für dich und unsere Umwelt herzustellen. Dass das einfach ist, würden wir niemals behaupten. Es bedarf jeder Menge Anstrengung und Kompromisse, doch es ist notwendig! Zweitens wollen wir den Verbraucher aufklären. Wir hoffen dir auf dieser Seite verdeutlichen zu können, was es bedeutet, wirklich nachhaltig zu konsumieren. Wir hoffen dir zeigen zu können, dass es eben nicht nur die Aufgabe einer Seite sein kann, dieses Ziel zu erreichen, sondern beide, Produzent und Verbraucher in der Pflicht stehen, sich Gedanken zu machen und die Konsequenzen Ihres Handelns anzuerkennen.

▼ Kurze Version

The simple soap